Renate Künast – Hass ist keine Meinung

Das sollte nicht nur rund um Wahlen gelten

Renate Künast - Hass ist keine MeinungHinten auf der Buchklappe steht, dass dieser »Aufruf zum Mut« ein eindringlicher Beitrag zur aktuellen Debatte sein soll: »Hass ist keine Meinung«. Renate Künast (* 1955) hat sich mutig mit ihrem Thema auseinandergesetzt. Betroffen zu sein, ist schlimm genug. Sie ließ es nicht dabei bewenden und ging der Hasssprache auf den Grund.


Mit einem Klick auf das Bild des Covers können Sie das Buch direkt bei Amazon bestellen.


Mit Unterstützung der Journalistin Britta Stuff suchte sie Verfasser von Hass-Botschaften auf und ordnete die Ergebnisse ihrer Recherchen in ein größeres Ganzes ein. Die sozialen Medien, die sie selbst seit vielen Jahren für ihre politische Arbeit nutzt, sind eben nicht nur Segen. Sie enthalten genauso sehr das Potenzial zum Fluch: Wer irgendwo auf der Welt ein E-Mail-oder Nutzerkonto anzulegen weiß, kann unter beliebigen Tarnnamen Schmähungen und übelste Beschimpfungen absetzen und danach gleich wieder feige in der Anonymität verschwinden.

Renate Künast ist da eindeutig. Wer Hasssprache im Internet nutzt, kann sich eben nicht darauf berufen, er habe sich lediglich abreagieren wollen; und nach dem Klick auf »Senden« sei es ihm auch gleich besser gegangen. Sie bekämpft die Hasssprache, wo die freiwillige Selbstkontrolle schon lange nicht mehr – oder lange noch nicht – greift.

Die größten Profiteure des Internets zögern, Hassmeldungen, kritische Bilder und Filme kurzfristig zu löschen. Gerade US-amerikanische Unternehmen berufen sich dabei auf andere Prinzipien der Meinungsfreiheit als europäische Politiker wie die Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz. Sie empfiehlt, dass Mitarbeiter von Beschwerdestellen juristisch geschult sein und Erfahrungen bei der Verfolgung von Straftaten haben sollten. –

Vielleicht hätte es einen besseren Zeitpunkt für das Buch geben können. »Hass ist keine Meinung« sollte jedoch auch gelten, wenn gerade keine Bundestagswahl ansteht. Und nicht alles, was Mark Zuckerberg für seine Vision einer weltumspannenden Gemeinschaft hinnimmt, müssen wir auch teilen: Hass und Hasssprache bewirken bestenfalls einen neuen Standard von Aufrüstung und Zerstörung, die niemand wirklich wollen kann.


Auszug aus einem Beitrag von www.buecher-blog.net.

Weitersagen:
Google+
Twitter
LINKEDIN
Follow by Email
RSS

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*