Sven Sommer – Homöopathische Haus- und Reiseapotheke

Sven Sommer - Homöopathische Haus- und ReiseapothekeKEN. Je älter ich werde – und mein Abreißkalender bestätigt das täglich – desto interessanter werden für mich alternative Zugänge zur Medizin. Sven Sommer hat mit seiner »Homöopathischen Haus- und Reiseapotheke« in meinem Sinn einen Ratgeber verfasst, der auch in das Dokumentenfach eines Rucksacks passt.


Gerade auf Reisen ist weniger Gepäck einfach mehr. Allerdings ist meine »Homöopathische Hausapotheke« von Maesimund B. Panos und Jane Heimlich schon fast 40 Jahre alt und zugegeben weit ab von meinen heutigen Lesegewohnheiten. Jedenfalls wenn es um anwendungsfreundliche Bücher geht.

Ratgeber für unterwegs und daheim

Sven Sommer füllt mit seinem Kompaktratgeber die drohende Lücke ziemlich gut. Ich nähere mich darin recht schnell den Symptomen, taste mich ohne Samuel Hahnemanns komplexen »Organon der Heilkunst« schnell an mögliche Globuli und Tropfen heran. Sven Sommer sagt zudem, was in eine Haus- und Reiseapotheke im Mäppchenformat auf jeden Fall gehört.

Auf knapp 220 Seiten gibt er in der Neuauflage seines Ratgebers von 2011 eine Orientierung für die Selbstbehandlung mit Homöopathika. Das Notfallköfferchen umfasst gerade neun Mittel von Aconitum und Apis bis Nux vomica und Rhus toxicodendron. Wer bereits Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln hat, kommt damit schon recht weit. Wer feiner anwenden will, kann seinen Bestand um bis zu 54 Mittel erweitern.

Gefallen hat mir an diesem Band neben der Kompaktheit die Zusammenarbeit mit Werner Dunau, der bis zu seinem Tod 2015 auch andere Titel von Sven Sommer schulmedizinisch begleitete. Gerade wenn bei Fernreisen Dengue-Fieber und Malaria eine Rolle spielen können, finde ich einen klassischen B-Plan sinnvoll. Auch dann empfiehlt Sven Sommer die Homöopathie zumindest als unterstützende Maßnahme.

Tropenkrankheiten kommen zuhause selten vor, aber auch dort ist ein übersichtlicher Zugang zur Homöopathie wünschenswert. Mit der »Homöopathischen Haus- und Reiseapotheke« können wir erste Erfahrungen mit dieser Methode machen. Das Heilmodell dazu folgt dem Ähnlichkeitsprinzip: Was eine Störung verursacht, bewirkt in der richtigen Dosierung auch die Heilung dazu.

Ich kann und mag nicht entscheiden, ob die Homöopathie wirklich jedem hilft. Aber mir gefällt der Gedanke an Heilmittel, die nach Sven Sommer und anderen Verfechtern der Homöopathie »in der Regel« keine Nebenwirkungen haben. Das winzig Gedruckte auf den Beipackzetteln aus der Apotheke finde ich – ebenfalls »in der Regel« – dagegen eher abschreckend.

Die Alternative nach Sven Sommer ist da allemal einen Versuch wert. Danach sind die ersten Schritte der Selbstmedikation auch bei leichterem Unwohlsein und Erkältungen möglich. Die »Homöopathischen Haus- und Reiseapotheke« ist ein gut sortiertes Nachschlagewerk für gesundheitliche Störungen und die möglichen Mittel dagegen.

Das praktische Buch hat das richtige Format für die Handtasche und den Medizinschrank. Am besten direkt neben der Basisausstattung mit den heilpraktischen Kügelchen. – Mehr buecher-blog.net gibt es hier.

Peter Kensok

Freier Journalist, Trainer und Coach mit den Schwerpunkten Wertemanagement, Persönlichkeitsentwicklung, Zeit- und Selbstmanagement. Blogger (seit 2010 über Literatur und Reisen). Hobbies: Partnerschaft, Freunde, Lesen und Judo.

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