Kory Kogon u.a. – Die 5 Entscheidungen

Prinzipien für außergewöhnliche Produktivität

Kory Kogon, Adam Merrill und Leena Rinne - Die 5 EntscheidungenKEN. Franklin Covey hat das Rad mit seinem Modell von Wichtigkeit und Dringlichkeit nicht neu erfunden. Aber sein Team hat es in »Die 5 Entscheidungen – Prinzipien für außergewöhnliche Produktivität« runderneuert. Die Autoren kombinieren es mit dem Pareto-Prinzip (20 Prozent Aufwand bewirken 80 Prozent eines Ergebnisses) und wenden beides auf private und berufliche Rollen an.


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Der Einstieg in das Thema ist das »Eisenhower-Prinzip«, benannt nach dem US-amerikanischen Präsidenten Dwight D. Eisenhower (1890 – 1969). Selbst als General soll er Entscheidungen danach getroffen haben, ob eine Aufgabe wichtig/nicht wichtig und dringend/nicht dringend ist. Dieses Modell wird in vier Quadranten dargestellt und erleichtert selbst die Organisation der täglichen E-Mails.

Franklin Covey, dessen Vater Stephen R. Covey (1932 – 2012) im Jahre 1989 den Weltbestseller »Die 7 Wege zur Effektivität« veröffentlichte, hat das Eisenhower-Prinzip für die Steigerung der Produktivität im privaten wie im unternehmerischen Umfeld ausgebaut.

In »Die 5 Entscheidungen« stellen Kory Kogon, Adam Merrill und Leena Rinne Anwendungen für das Konzept von Wichtigkeit und Dringlichkeit vor. Dabei gehen sie davon aus, dass wir bei jedem Projekt die größten Pakete zuerst abarbeiten und den Mut haben sollten, etwas weder Dringliches noch Wichtiges dem Papierkorb anzuvertrauen.

Leider halten wir uns nämlich zu oft mit Tätigkeiten auf, die lange dauern, aber keinen Beitrag für unsere eigentlichen Ziele leisten. So lassen wir uns möglicherweise gerne von Nebensächlichem ablenken, um beschäftigt zu wirken und verpassen dabei den nächsten Meilenstein, wenn nicht sogar das, was uns wirklich erfüllt.

Die Autoren laden uns dazu ein, mithilfe ihres Modells fünf Entscheidungen zu treffen, die in allen Lebensbereichen eine außergewöhnliche Produktivität garantieren:

  1. Machen Sie das Wichtige, reagieren Sie nicht auf das Dringende.
  2. Werden Sie außergewöhnlich, geben Sie sich nicht mit Mittelmaß zufrieden.
  3. Planen Sie die großen Steine, sortieren Sie nicht die kleinen.
  4. Beherrschen Sie die Technologie, lassen Sie sich nicht von ihr beherrschen.
  5. Bewahren Sie Ihr Feuer, brennen Sie nicht aus.

Wer nach diesen Kriterien Entscheidungen trifft und seine Aufmerksamkeit entsprechend lenkt, erreicht mit weniger Aufwand und Energie mehr in kürzerer Zeit.

Die zahlreichen Beispiele im Buch bestätigen, dass diese Prinzipien der Produktivität gar nicht so selbstverständlich sind. Das Unternehmen FranklinCovey hat daraus ein Konzept entwickelt, mit dem es nicht nur Einzelpersonen, sondern Unternehmen und ganze Konzerne schult.

Die Prinzipien für außergewöhnliche Produktivität sollen uns jedoch nicht dazu verleiten, jederzeit immer mehr zu schaffen und die erreichten Freiräume gleich wieder zu füllen. Am Ende geht es auch den Autoren darum, ihre Leser zu mehr Lebensqualität zu führen. So sollen Tätigkeiten aus den sogenannten A-Quadranten, die sowohl wichtig als auch dringlich sind, die Ausnahme bleiben. Weder wichtiges noch dringliches gehört eindeutig in den Papierkorb, dringliches und gleichzeitig weniger wichtiges können wir delegieren. Die meiste Zeit sollen wir uns jedoch im zweiten, dem B-Quadranten aufhalten, in dem es um wichtiges und weniger dringliches geht. In diesem Bereich sind wir am produktivsten.

Ich mag diese Kombination eigentlicher Klassiker des Zeit- und Selbstmanagements in »Die 5 Entscheidungen«. Die Autoren propagieren damit Leistung und Produktivität und tragen gleichzeitig dazu bei, dass wir mehr Freiräume für die Erholung schaffen. So können wir länger und mit Leidenschaft tun, was uns wirklich am Herzen liegt.

In diesem Sinn sind »Die 5 Entscheidungen« im Umfeld der Prinzipien für außergewöhnliche Produktivität ein grundlegendes Denkmodell, das sich auf viele Situationen im Alltag anwenden lässt und uns die Freude am Tun erhält. Wie alle Modelle, die auf das Wesentliche zurückgeführt sind, wirkt auch diese Strategie natürlich nur, wenn wir sie anwenden.

Die Autoren weisen in einem extra Kapitel ausdrücklich darauf hin, dass ihre Kultur des zweiten Quadranten auch in Unternehmen gelebt werden kann und dort kommuniziert werden muss. Das bedeutet, dass Mitarbeiter darin geschult werden und Führungskräfte deren Entscheidungen nach diesem Modell mittragen. – Denn am Ende geht es auch im Unternehmen um mehr (Lebens-) Qualität für alle.


Ein Beitrag von www.buecher-blog.net.
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